Gesundheitskonferenz

Suchtnotruf

Ehrenamtlicher mobiler Suchtnotruf für den Kreis Aachen

Die Idee und das Konzept zu diesem Krisen-Notruf wurde von F. Drießen und F.-J. Offermanns, Arbeitskreis Sucht der PSAG des Kreises Aachen, entwickelt. Die Kommunale Gesundheitskonferenz sprach sich in einer Handlungsempfehlung dafür aus, diesen Suchtnotruf einzurichten. Dies wurde vom Gesundheitsausschuss aufgenommen und umgesetzt. Durch eine Finanzierung des Kreises Aachen konnte der Suchtnotruf zu Beginn des Jahres 2000 verwirklich werden.

Menschen in Krisen aufzufangen und zu helfen, Wege aus scheinbar ausweglosen Situationen zu finden, das ist die Grundidee des mobilen Suchtnotrufs. Krisen im Leben eines Menschen sind oft Wendepunkte, bieten die Chance zur Umkehr, können der Beginn eines besseren neuen Lebensabschnittes sein. Im Leben von Süchtigen ist eine Krise oft der Punkt, an dem ein grundlegender Wandel zur Genesung möglich wird.
Nach der Statistik der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren sind in Deutschland etwa 8% der Bevölkerung behandlungsbedürftige Suchtkranke. Im Kreis Aachen wären somit 24.000 Suchtkranke beheimatet. Hinzu kommen pro Betroffenem bis zu drei mitbetroffene Angehörige.
Der Sucht-Notruf will besonders abends und nachts und an Wochenenden zur Verfügung stehen. Das käme der Tatsache entgegen, dass Menschen häufig zu dunklen Tageszeiten oder in ihrer Freizeit in Schwierigkeiten geraten, häufig werden auch in Zeiten der Ruhe erdrückende Schwierigkeiten erst in ihrem ganzen Ausmaß bewusst.
Das
Konzept des Suchtnotrufes steht als PDF-Datei (25 KB) zur Verfügung. Ebenso finden Sie hier den ersten Jahresbericht aus dem Jahr 2000 (PDF-Datei, 129 KB) über die Einrichtung des Suchtnotrufes.